Die Kirchengemeinde Rödental-Christuskirche umfasst zwei Predigtstätten: die Christuskirche in Mönchröden sowie die Bergkirche in Höhn.
Zur Kirchgemeinde der Christuskriche gehören deshalb die Orte Mönchröden (Rödental), sowie Höhn, Brüx, Rüttmannsdorf und Weimersdorf (Neustadt bei Coburg).
Pfarrer Ebner ist für beide Kirchen zuständig.
Pfarrer Sascha Ebner
Tel: (09563) 1301
Mobil: 0151 55524366
E-Mail:
sascha.ebner@elkb.de
Sekretariat: Natascha Endruweit
Tel: (09563) 1301
Gottesdienste und Angebote der Christuskirche Monatsübersicht
Die Christuskirche in Mönchröden
Der Ort Mönchröden wurde im Jahr 1108 erstmals urkundliche erwähnt. Zum damaligen Zeitpunkt war es Eigengut des freien Mannes Hermann von Rothine. Einer seiner Nachkommen gründete im Jahr 1149 am besagten Ort ein Benediktiner-Kloster. Die Mönche machten daraufhin das Land um das Kloster herum urbar, sodass mit der Zeit ein wachsendes Dorf entstand. Aus den Wörtern "Mönch" und "Rothine" entwickelte sich im Laufe der Zeit der neue Ortsname "Mönchröden". Die Klosterkirche bildete im späten Mittelalter den Mittelpunkt des Ortes.
Nach der Reformation gelangte das Kloster mit seiner Kirche unter weltliche Verwaltung. Heute gehört die (mehrfach umgebaute) Kirche dem Freistaat Bayern und dient der örtlichen evangelischen Gemeinde als "Christuskirche".
Erst seit dem 1. Juni 1912 ist Mönchröden eine selbstständige Pfarrei. Bis zu diesem Zeitpunkt war Mönchröden eine Filialkirche von Einberg. Zum heutigen Gebiet unserer Kirchengemeinde, die offiziell den Namen "Rödental - Christuskirche" trägt, gehören neben dem Rödentaler Stadtteil Mönchröden auch die Bergdörfer. Diese haben eine eigene Kirche, die sogenannte "Bergkirche".
Das Refektorium und Abtshaus in Nachbarschaft der Christuskirche
Im Jahr 1149 wurde in Mönchröden ein Benediktiner-Kloster gegründet, dessen wichtigstes Gebäude die Klosterkirche war.
Im frühen 16. Jahrhundert, während der letzten Blütezeit des Mönchrödener Klosters, wurden zusätzlich das Abtshaus (Wohnstätte des Abts) und das Refektorium (Wohn- und Speisehaus der anderen Mönche sowie Speicher bzw. Lagerraum des Klosters) errichtet.
Im Zuge der Reformation wurde das Kloster Mönchröden aufgelöst. Im Jahr 1538 kam es unter weltliche Verwaltung. Fortan residierte der Domänenpächter im Abtshaus - und das Refektorium wurde zum Wirtschaftsgebäude umfunktioniert. Die nun lutherisch gewordene Gemeinde Mönchröden wurde für die folgenden Jahrhunderten eine sogenannte "Filialkirche" der Pfarrei Einberg und wurde von dort aus kirchlich versorgt.
Heute ist das Abtshaus in Privatbesitz. Das Refektorium hingegen ist seit Ende der 1970er Jahre Eigentum der Kirchengemeinde und dient ihr seit den frühen 1980er Jahren (nach Abschluss der umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen) als Gemeindehaus. Seit den 2020er Jahren zeigt sich allerdings vermehrt, dass der Erhalt dieses historischen Gebäudes die Kirchengemeinde vor große finanzielle Herausforderungen stellt. Aktuell wird darüber beraten, wie eine gute Zukunft des Refektoriums aussehen könnte.
Die Orgel in der Christuskirche
2007 wurde die "Königin der Musikinstrumente", unsere Hofmann-Orgel, aufwändig restauriert. Laut Aussage des zuständigen Orgelsachverständigen, Herrn KMD Roland Weiss, handelt es sich bei unserer Orgel um ein besonderes Orgelwerk, das zu den eindrucksvollen Zeugnissen damaliger Orgelbaukunst gehört. Die Fertigstellung des Orgelwerkes wird auf den 2. August 1788 datiert; gebaut wurde sie durch den bekannten Orgelbauer Johannes Andreas Hofmann aus Neustadt an der Heide (heute Neustadt bei Coburg).
Die Mitglieder dieser Orgelbaufamilie Hofmann haben in drei Generationen von 1782 bis 1867 in Neustadt eine beachtliche Zahl von Orgeln gebaut, von denen noch 44 erhalten sind. In der Fachliteratur heißt es über die Bedeutung der Familie u.a.: "Ihre Instrumente sind nicht nur unverwechselbar, sondern auch überdurchschnittlich in der Machart und im Klang." So waren die Hofmanns neben dem berühmten Orgelbauer Heidenreich in Hof sicher die bedeutendsten Meister ihrer Zeit in Franken. Gelegentliche Reparaturen durch den Erbauer oder seinen Söhnen hielten das Werk instand, sodass es nun schon mehr als zwei Jahrhunderte überdauern konnte.
Kurz nach dem 2. Weltkrieg waren von der Firma Hirnschroth aus Regensburg Sanierungen durchgeführt worden - ebenso in den 1980er Jahren durch die Ostheimer Firma Hoffmann. Abgesehen von kleineren Reparaturen und gelegentlichem Stimmen wurde danach erst im Jahr 2007 wieder eine Restaurierung vorgenommen. Am 28.10.2007 wurde unsere frisch restaurierte Orgel dann im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich eingeweiht.
Die Bergkirche in Höhn auf den Bergdörfern
Die an der Straße zwischen den "Bergdörfern" Höhn und Brüx gelegene kleine Bergkirche ist bei Gemeindegliedern und Gästen sehr beliebt. Von der kleinen Hochebene aus hat man dort den Thüringer Wald vor Augen.
Am 25. Juli 1909 war der Grundstein dieser Kirche neben einem dort schon bestehenden Friedhof gelegt worden. Bereits ein gutes Jahr später, am 30. Oktober 1910, konnte die feierliche Einweihung gehalten werden. Die Bergkirche sollte die letzte Kirche sein, die im damaligen Herzogtum Coburg gebaut wurde. Seine Königliche Hoheit, Herzog Carl-Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha, und Ihre Königliche Hoheit, Herzogin Viktoria Adelheid, waren bei diesem Festakt anwesend. 1919 wurde das Herzogtum Coburg aufgelöst - und wenig später dem Freisaat Bayern einverleibt.
Erst 1912 wurde Mönchröden eine selbständige Pfarrei. Im Zuge der Selbständigkeit wurden die vier Bergdörfer Brüx, Höhn, Rüttmannsdorf und Weimersdorf mit in die Zuständigkeit Mönchrödens hineingenommen.
1959/60 konnte eine gründliche Renovierung der Bergkirche durchgeführt werden. Dabei wurde vor allem der Altarraum verändert. Seitdem ist ein großes Holzkruzifx des Münchner Bildhauers Traxler ein Blickfang für die Besucher.
In den Zeiten des "Eisernen Vorhangs" entwickelten sich in dieser Kirche Traditionen mit überregionaler Bedeutung. So gab es dort bis 1990 immer am 2. Weihnachtsfeiertag die "Thüringenmette", ein Zeichen der Verbundenheit im Wort Gottes und im Gebet mit den Christenmenschen jenseits der Grenze. Außerdem leuchtete in der Adventszeit ein Stern hinüber ins Sperrgebiet. Er wurde zu einem Symbol der Hoffnung. Noch heute leuchtet dieser Stern während der Adventszeit. Außerdem kommen am Himmelfahrtstag Christinnen und Christen aus dem thüringischen Effelder zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Bergkirche, um das seit 1990 bestehende Miteinander zu feiern.


